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Pressespiegel Fränkischer Tag, 11.01.2006 Mimi Sheffers Liturgie-Seminar in der
Kultusgemeinde So geht's: Ton und Tempo finden Mimi Sheffers Liturgie-Seminar in der Kultusgemeinde – Teilnehmer aus ganz Deutschland. Zu den auch überregional beachteten Ereignissen in Bamberg zählte im eben zu Ende gegangenen Jahr zweifelsohne auch die Weihe der neuen Synagoge in der Willy-Lessing-Straße. Im angegliederten Gemeindezentrum fand jetzt ein Liturgieseminar statt, das der Israelitischen Kultusgemeinde abermals Gelegenheit bot, ihre Offenheit nach außen unter Beweis zu stellen. Zum Konzert mit der Kursleiterin Mimmi Sheffer am Samstagabend war nämlich auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. „Mit allen fünf Sinnen“ wurde Abschied genommen vom Shabbat. Die von Sheffer mit raumfüllender Stimme vorgetragenen hebräischen Melodien und Psalmen erfreuten das Ohr. Begleitet wurde sie am Klavier von Dimitry Braudo, dem Leiter des Synagogenchors. Gewürze, Licht und Wein Ihr Wissen über Liturgiegestaltung und ihr Können als Kantorin hatte die bisweilen auch auf der Opernbühne stehende Sopranistin Sheffer während eines dreitägigen Seminars an gut 30 Teilnehmer weitergegeben. Aus Braunschweig, Mainz und Halle, ja selbst aus Zürich waren die Interessierten nach Bamberg gekommen. Jeder Morgen begann mit Stimm- und Atemübungen, die physisch stärken sollten. Man drehte sich im Kreis, ruderte mit den Armen und artikulierte deutlich: „Hihihi, hahaha, hohoho.“ In der Meisterklasse am Sonntagnachmittag erteilte Sheffer Individualunterricht, allerdings vor dem Publikum der anderen Teilnehmer des Workshops: Jeder sollte von jedem lernen. Auch hier zeigte sich, wie wichtig es ist, korrekt zu atmen. Kantor und Gemeinde müssen auf den Punkt genau zusammen anfangen. „Dies geht nicht über die Augen, sondern über das gemeinsame Atmen“, erklärte Sheffer. Das vom Zentralrat der Juden finanziell unterstützte Liturgieseminar war in Zusammenarbeit mit dem Potsdamer Abraham-Geiger-Kolleg organisiert worden. Dessen Direktor Dr. Walter Homolka lobte bei der Veranstaltung die gute Arbeit ebenso wie das sehr schöne Zuhause der Bamberger Kultusgemeinde. Heiner Olmer, der Vorsitzende der IKG, sah in der Veranstaltung ein Wiedererstarken
jüdischen Lebens in seiner gesamten Pluralität: „Juden
verschiedenster Couleur finden hier einen gemeinsamen Weg zum Beten im
Gottesdienst“. Im kommenden Jahr soll eine Tagung zum Thema „Predigen“ stattfinden. |
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