Pressemappe zur Ordination und Investitur des Abraham Geiger Kollegs

am 1. Dezember 2016 / 1. Kislev 5777 in Hannover

Journalisten und Medienvertreter sind herzlich eingeladen, über die 8. Ordinationsfeier in der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover K.d.ö.R. zu berichten. Bitte beachten Sie, dass dazu eine Anmeldung erforderlich ist:

Anmeldung zum Pressegespräch am 1. Dezember 2016 um 14 Uhr

Anmeldung zur Ordination am 1. Dezember 2016 um 16 Uhr

Im folgenden finden Sie Hintergrundinformationen zur Festveranstaltung.

Unsere Absolventen

Wir stellen Ihnen nun die Absolventen des Jahres 2016 vor. Wenn Sie auf das Bild klicken, wird für das jeweilige Foto eine Datei in Druckauflösung für die redaktionelle Nutzung zur Verfügung gestellt (Copyright: Tobias Barniske).

Rabbiner Lior Bar-Ami

Lior Bar-Ami (geb. 1986) ist in Deutschland aufgewachsen und zog im Sommer 2011 nach Berlin, um seine Ausbildung am Potsdamer Abraham Geiger Kolleg aufzunehmen. Er schloss sein Rabbinatsstudium  2015 mit der Arbeit „Who Is Like Your People Israel? – Israel’s Chosenness in Midrashic Literature“ ab.

Zuvor studierte er anglistisch-ame­rikanistische Literatur- und Kulturwissenschaft und Romanistik und verbrachte ein Studienjahr an der Conservative Yeshiva in Jerusalem. Während seiner Rabbinerausbildung absolvierte er Praktika in Göteborg, Stettin, Göttingen, Kon­stanz, Beit Ha-Kerem (Jerusalem), Rom und Toulouse sowie am Jüdischen Kran­kenhaus Berlin. Besonders am Herzen liegt ihm der interreligiöse Dialog, an dem er in Berlin aktiv mitgearbeitet hat.

Lior Bar-Ami spricht fünf Sprachen und fühlt sich auf der ganzen Welt zuhause. Er ist vor kurzem nach Frankreich gezogen und wird künftig als Rabbiner der Communauté Juive Libérale de Toulouse tätig sein.

Der Ordinationsspruch von Rabbiner Lior Bar-Ami lautet: „Nähme ich die Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder am äußersten Ende des Meeres, auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen“ (Psalm 139,9-10).

Kantor Assaf Levitin

Der 1972 in Israel geborene Bassbariton ist sowohl als Konzert- und Opernsänger wie auch als Komponist, Arrangeur, Dirigent, Lehrer und Kantor tätig. Nach Ab­schluss seines Studiums mit Diplom an der HMT Saarbrücken, führten ihn Engage­ments nach Zürich, Basel, Bonn, an die Deutsche Staatsoper Berlin, nach Mannheim und Dortmund. Während seiner Ausbildung am Abraham Geiger Kolleg gestaltete er Konzerte und Gottesdienste in Berlin, Paris, Warschau, Kiew, Basel und Hannover, wo er bereits als Kantor der Liberalen Jüdischen Gemeinde amtiert. Während seines Studiums gründete er das Ensemble Die Drei Kantoren; seit 2015 leitet er den Berli­ner Shalom-Chor. Seine Masterarbeit hat die liturgische Musik des sephardischen Komponisten Alberto Hemsi (1898‒1975) zum Thema.

Assaf Levitin engagiert sich im interreligiösen und interkulturellen Dialog, unter ande­rem als Mitglied des Stuttgarter Trimum-Teams, das 2016 mit dem BKM-Preis Kultu­relle Bildung ausgezeichnet worden ist. Assaf Levitin ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Berlin. Er spricht, schreibt und liest Hebräisch, Deutsch und Englisch.

Der Investiturspruch von Kantor Assaf Levitin lautet: „O Herr! Öffne meine Lippen, und mein Mund verkünde Dein Lob!“ (Psalm 51,17).

Rabbiner Ariel Pollák

1990 in Ungarn geboren, besuchte Ariel Pollak die renommierte Lauder Javne Je­wish Community School in Budapest und erwarb anschließend den BA-Abschluss im Fach Semitische Sprachen und Vergleichende Religionswissenschaft an der dortigen Eötvös-Loránd-Universität. Er nahm wiederholt an Studienprogrammen der Conser- vative Yeshiva in Jerusalem teil, hat sich in Budapest für die egalitäre Betergemeinschaft Dor Chadash und für die Vereinigung Zachor engagiert und ist Mitbegründer der Berliner Initiative „Let’s Start Davening“.

In seiner Master-Arbeit „Religious Psychotherapy According to Mei Hashiloah” führt er die psychologischen Einsichten des chassidischen Meisters Rabbi Mordechai Jo­sef  Leiner von Izbica (1800-1854)  auf und verknüpft sie zu einer kohärenten thera­peutischen Methode. Ariel Pollak wird künftig für die European Union for Progressive Judaism für die progressive jüdische Gemeinschaft in Budapest tätig sein.

Der Ordinationsspruch von Rabbiner Ariel Pollák lautet: „Gedenke an ihn in allen dei­nen Wegen, so wird er dich recht führen“ ((Sprüche 3,6).

Festschrift zur Ordination und Investitur

Die Festschrift für die Veranstaltung am 1. Dezember steht hier für Sie zum Download bereit.

Rednerinnen und Redner der Feier zur Ordination und Investitur 2016

Eine Zusammenstellung zu den Rednerinnen und Rednern in der Reihenfolge ihrer Wortbeträge können Sie hier einsehen.

Statement von Miriam Kramer, EUPJ

Miriam Kramer, Chairman der European Union for Progressive Judaism, freut sich, auf der Pressekonferenz ihre Fragen zu beantworten. Ihr Statement finden Sie hier.

2006 – 2016: Zehn Jahre Ordination von Rabbinerinnen und Rabbinern in der Bundesrepublik Deutschland

Am 14. September 2006 führte das Abraham Geiger Kolleg in Dresden die ersten Absolventen in das geistliche Amt ein. Es war die erste Ordination in der Bundesrepublik Deutschland seit der Schoa. Lesen Sie hier einen Artikel von Jan Kixmüller aus den Potsdamer Neuesten Nachrichten zur Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren.

Ordination

Einen Überblick über den Begriff der Ordination im Judentum finden Sie hier.

Das Abraham Geiger Kolleg und die School of Jewish Theology an der Universität Potsdam

Hier finden Sie Hintergrundinformationen zur Geschichte des Abraham Geiger Kollegs und zur School of Jewish Theology der Universität Potsdam.

Abraham Geiger

Lesen Sie hier eine Kurzdarstellung über Rabbiner Abraham Geiger.