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Das Kollegium Jüdische Studien / School of Jewish Studies Der Studiengang Jüdische Studien an der Universität Potsdam Der interdisziplinäre Studiengang Jüdische Studien wird von der Philosophischen Fakultät als Hauptträgerin, und unter Beteiligung anderer Fakultäten durchgeführt. Wegen der interdisziplinären und fakultätsübergreifenden Stellung und der damit verbundenen Eigenart des Lehr- und Forschungsbetriebs bildete der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät die Kommission „Kollegium Jüdische Studien / School of Jewish Studies“. Das „Kollegium Jüdische Studien“ ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss Derjenigen, die am Studiengang Jüdische Studien der Universität Potsdam lehren und forschen. Das Kollegium Jüdische Studien führt den Studiengang verantwortlich durch. Bereits zum Beginn des Wintersemesters 1994/1995 hat der Studiengang „Jüdische Studien“ an der Universität Potsdam seinen Lehrbetrieb aufgenommen. Der Studiengang hat inzwischen bundesweit wie auch im Ausland große Aufmerksamkeit und Zustimmung erfahren. Worin liegt das Besondere, Neue gegenüber der Bearbeitung jüdischer Themen an allen anderen deutschen Hochschulen und Universitäten? Die Studienordnung für den Studiengang „Jüdische Studien“ trägt Sorge, dass sich die Studierenden des Fachs mit einer großen Vielfalt unterschiedlicher jüdischer Themen befassen, damit sie diese Universität nicht mit einem verkürzten Bild vom Judentum verlassen. Zudem wird durch die Studienordnung sichergestellt, dass die Studierenden sich mit den unverzichtbaren Grundsäulen jüdischen Wissens vertraut machen, mit der jüdischen Religion und der Geschichte, ohne die alle anderen Phänomene nicht adäquat verstanden werden können. Der Potsdamer Studiengang „Jüdische Studien“ arbeitet daher interdisziplinär, denn Geschichte und Gegenwart des Judentums in ihren vielfältigen kulturellen, intellektuellen, wirtschaftlichen und sozialen Verflechtungen können nur in einem Studiengang mit großer Fächer- und Methodenvielfalt angemessen erforscht und gelehrt werden. Neu an diesem Studiengang ist zudem, dass die Beschäftigung mit dem Judentum in der Mitte der Fakultäten angesiedelt ist und darum an dieser Universität sehr viele Haupt- und Nebenfachstudenten anderer Studienrichtungen im Laufe ihres Studiums in der einen oder anderen Weise mit dem Thema Judentum konfrontiert werden. Dies wird möglich, weil eine große Zahl verschiedener Fachrichtungen am Studiengang „Jüdische Studien“ beteiligt ist. Zwischen den verschiedenen Instituten und Fakultäten angesiedelt, tragen die an diesem Studiengang beteiligten Fächer je aus ihrer Sicht zum Verständnis des Judentums und seiner Geschichte bei: Lehrveranstaltungen aller Art werden aus den Fächern Geschichte, Religionswissenschaft, den verschiedenen Literaturwissenschaften (Germanistik, Slawistik, Anglistik, Amerikanistik), Linguistik, Psychologie, Philosophie, Pädagogik, Politikwissenschaft, Soziologie und Musikwissenschaft angeboten sowie von den Mitarbeitern und internationalen Fellows des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam und vom Abraham Geiger Kolleg, dem ersten Rabbinerseminar in Zentraleuropa nach der Schoah. Als Teil des Fächerangebots finden regelmäßig Sprachkurse und Übungen in biblischem, mittelalterlichen und modernem Hebräisch sowie Aramäisch und Jiddisch statt, damit die unabdingbaren Sprachkenntnisse erworben werden können. Das Studium jüdischer Religionsgeschichte und jüdischer Geschichte gehört, wie Hebräisch, zu den Pflichtteilen des Studiums, während die übrigen Themen oder Themenschwerpunkte aus den anderen Disziplinen als Wahlpflichtfächer hinzutreten. Dieser mehrdimensionale Zugang soll gewährleisten, dass das Judentum nicht nur einseitig etwa als Religion oder als verfolgte Minderheit, nicht nur als orientalisches oder deutsches Judentums wahrgenommen wird, sondern als an vielen Orten der Welt beheimatete Gemeinschaft mit all den Eigenschaften und vielseitigen kulturellen und gesellschaftlichen Aktivitäten, die menschliches Leben bestimmen. Die Absolventen können so im Beurteilen und Darstellen der jüdischen Komponente besonders im gesamteuropäischen Kontext eine enorme geschichts-, kultur-, religions- und sozialwissenschaftliche Kompetenz erlangen. |
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