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1942 schlossen die Nationalsozialisten die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin - das Ende einer Ära, die mit Abraham Geiger ihren Anfang genommen hatte. 1836 hatte dieser die Gründung einer jüdisch-theologischen Fakultät gefordert, um sich im Geist akademischer Freiheit der jüdischen Tradition zu widmen.
Das Abraham Geiger Kolleg, gegründet am 17.08.1999, ist das erste Rabbinerseminar in Zentraleuropa nach der Schoah. Es ist eine nicht gewinnorientierte Einrichtung, gefördert aus privaten und öffentlichen Mitteln, die sich das Ziel gesetzt hat, Rabbiner für jüdische Gemeinden in Zentral- und Osteuropa auszubilden.
Rabbinische Studien werden in dem umfassenden Lehrplan des Instituts für Jüdische Studien an der Universität Potsdam verankert und so in das große Umfeld einer Universität eingebettet, umso das Verständnis des Judentums in einem pluralistischen Zusammenhang fördern.
Ein Kollegium von Rabbinerinnen und Rabbinern aus ganz Europa begleitet die Entwicklung der Kandidaten durch regelmäßige Beurteilung der Fortschritte in den einzelnen Segmenten der Ausbildung.
Jeder Studierende erhält einen rabbinischen Mentor.
Bilder: Karla Fritze
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