Aktuelles
Übungen zur Paraschat ha'Schawua
10.10.2011 Rabbiner Seminar, Abraham Geiger Kolleg
Seit dem Sommersemester findet im Rahmen der Rabbinerausbildung eine Übung statt, in der jeweils freitags der Wochenabschnitt für die über nächste Woche besprochen wird. „Es war der Wunsch der Studenten, die Lernwoche mit einem gemeinsamen Tora-Studium zu beenden“, erklärt dazu Adrian M. Schell, einer der Studierenden. „Unsere Idee war außerdem, durch die Einladung von Gastdozenten beziehungsweise Gastrabbinern, die das Kolleg in der einen oder anderen Weise besuchen, neue Perspektiven zu bekommen. Wir haben dabei mit Professor Liwak einen guten Anfang gemacht. Inhalt waren beispielsweise die Themensammlung und die Möglichkeiten, diese zu strukturieren und entsprechend für Zielgruppen in den Gemeinden aufzubereiten. Wie kann man zum Beispiel über Belohnung und Strafe mit Jugendlichen reden, was bedeuten die ‚Verfluchungen durch Gott’ im Angesicht von Fukushima, und so weiter.“ Und sein Kommilitone Alexander Nachama ergänzt: „In der Übung ‚Paraschat ha'Schawua’ haben wir mit Rabbiner Leipziger, Rabbiner van Voolen, Rabbiner Ben-Chorin und Adina Ben-Chorin, Professor Liwak und Professor Kosman jeweils völlig unterschiedliche Zugänge zu dem Wochen abschnitt erfahren. Neben dem Lesen und Studieren von mittelalterlichen Bibelkommentatoren wie Raschi oder neuzeitlichen wie Plaut hat jeder der Dozenten auch sein eigenes Wissen und seinen eigenen Hintergrund eingebracht. So haben wir die Möglichkeit uns aus all diesen Bestandteilen eine Drascha zusammenzusetzen, die unseren eigenen Vorstellungen entspricht.“ „Es wäre schön“, so das einhellige Resümee der künftigen Rabbiner und Rabbinerinnen, „wenn noch mehr Gäste kommen und ihre Interpretationen vorstellen würden und wir dann darüber diskutieren könnten.“ Im Dezember ist der Rabbiner der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, Shaul Friberg, in der Übung zu Gast.
